Physikalische Messtechnik

Die Abteilung Physikalische Messtechnik am Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME ist ein integraler Bestandteil im Bereich Angewandte Oekologie. Sie verbindet präzise physikalische Mess- und Analyseverfahren mit ökologisch relevanten Fragestellungen und ermöglicht eine fundierte Bewertung von Stoffen und Materialien.

 

Vom Fraunhofer-Anwendungszentrum für Anorganische Leuchtstoffe zur Physikalischen Messtechnik

Die heutige Außenstelle Physikalische Messtechnik in Soest ist aus dem Fraunhofer-Anwendungszentrum für Anorganische Leuchtstoffe hervorgegangen. Das frühere Fraunhofer-Anwendungszentrum Soest wurde Anfang 2026 in das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME integriert. Damit werden die am Standort über viele Jahre aufgebauten Kompetenzen und Erfahrungen in die Forschungsaktivitäten des Fraunhofer IME eingebunden und am Standort Soest fortgeführt.

Die Integration in das Fraunhofer IME schafft zugleich neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der bisherigen Arbeiten und die Zusammenarbeit mit den weiteren Forschungsbereichen des Instituts. Die Außenstelle Physikalische Messtechnik in Soest ist damit die heutige organisatorische Heimat der aus dem ehemaligen Anwendungszentrum hervorgegangenen Aktivitäten.

Materialwissenschaftliche Forschung und Anwendungen

Materialwissenschaftliche Themen und die quantifizierbare Beschreibung von Materialien, Oberflächen, Stoffeigenschaften sowie deren Wechselwirkungen mit Umwelt- und Betriebsbedingungen stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Dazu gehören sowohl die Charakterisierung innovativer Werkstoffe als auch die Analyse umweltrelevanter physikalischer Eigenschaften von Chemikalien, Partikeln und biologischen Systemen unter Einfluss äußerer Stressfaktoren.

Die eingesetzten Methoden reichen von optischen Verfahren wie Photolumineszenz-Spektroskopie über thermische Analysen und bildgebende Infrarotverfahren bis hin zu strukturaufklärenden Techniken wie Röntgenbeugung und Elektronenmikroskopie. Ergänzt wird das Spektrum durch Messungen von Streu-, Reflexions- und Transmissionsverhalten sowie durch Verfahren zur Bestimmung thermophysikalischer Materialeigenschaften.

Für die Wissenschaft liefert die Abteilung damit präzise experimentelle Daten zur Beschreibung von Materialeigenschaften und Umweltprozessen. Für die Industrie entstehen daraus belastbare Grundlagen zur Entwicklung, Optimierung und Bewertung neuer Materialien, Beschichtungen, Gläser, Leuchtstoffe und weiterer funktionaler Werkstoffe.

Durch die enge Verbindung von methodischer Entwicklung und anwendungsnaher Forschung trägt die Abteilung Physikalische Messtechnik wesentlich dazu bei, ökologische Auswirkungen technischer Materialien besser zu verstehen und Innovationen hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Stabilität und Umweltverträglichkeit gezielt zu gestalten.

Leistungsbereich

Die Abteilung Physikalische Messtechnik unterstützt Industrie und Forschung bei der Untersuchung, Charakterisierung und Bewertung von Materialien, Stoffen und funktionalen Werkstoffen. Mit einem breiten Spektrum physikalischer Messverfahren werden material- und anwendungsrelevante Eigenschaften präzise erfasst und vergleichbar gemacht.

Im Mittelpunkt steht die fundierte Analyse von Leistungsfähigkeit, Stabilität und Funktion unter definierten Betriebs- oder auch Umweltbedingungen. Dadurch entstehen belastbare Datengrundlagen für die Bewertung bestehender Materialien ebenso wie für die Entwicklung und Optimierung neuer Werkstoffe und Komponenten.

 

Wir bieten:

  • Analyse und Bewertung von Umweltwirkungen und -risiken durch Stoffe
  • Oberflächen- und Elementuntersuchungen, thermische und thermokinetische Analysen von Werkstoffen und Materialien
  • Charakterisierung und photometrische Bewertung von Leuchten, Leuchtdioden und Leuchtstoffen
  • Herstellung und Entwicklung von leuchtstoffdotierten Gläsern und Glaskeramiken, Charakterisierung und Bewertung von Leuchtstoffen im Allgemeinen