Herstellung von Nanostrukturen zur Untersuchung von Neuronen

Translationale Medizin / 14. Mai 2020

Die Arbeit eines interdisziplinären Forscherteams des Centers for Hybrid Nanostructures (Universität Hamburg) und des ScreeningPorts des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME in Hamburg hat es auf das Cover der Zeitschrift Biomaterials Science geschafft.

© Biomaterials Science

Die Forscher kultivierten innerhalb von nur 28 Tagen elektrophysiologisch reife Neuronen aus humanen induzierten pluripotenten Stammzellen in vitro auf freistehenden Nanowire-Arrays, die eine Anpassung der Besiedlungsdichte ermöglichen. Diese Nanostrukturanordnung lässt die Integration mehrerer Interaktionsmodi mit Neuronen in einem einzigen Aufbau zu und ermöglicht so die bidirektionale Kommunikation mit neuronalen Schaltkreisen mit verbesserter räumlich-zeitlicher Präzision. Diese Kombination von Technologien könnte ein besseres Verständnis des Gehirns im Kontext von Gesundheit und Krankheit ermöglichen, und könnte sich zudem positiv auf die Entwicklung neuer Therapien für neurologische, neuro-immunologische und neuroendokrine Erkrankungen auswirken.

 

 

 

 

 

 

Harberts J, Haferkamp U, Haugg S, Fendler C, Lam D, Zierold R, Pless O, Blick RH.
Interfacing human induced pluripotent stem cell-derived neurons with designed nanowire arrays as a future platform for medical applications.
Biomater Sci. 2020 May 6;8(9):2434-2446.