»Schaffst Du!« – Jungforscher stellen Projekte bei Regionalwettbewerb Hamburg Volkspark vor

13. Februar 2020

Hamburg, 13. Februar 2020 – Sich der Hausforderung zu stellen, selbst ein Forschungsprojekt zu erarbeiten, und nicht die Zuversicht zu verlieren dies schaffen zu können, selbst wenn einem in manchen Momenten das Wasser scheinbar bis zum Halse steht – dazu sollte das diesjährige Motto »Schaffst Du!« des Nachwuchswettbewerbes »Jugend forscht«, aufrufen.

© Fraunhofer IME | Ayob Aleko
»Jugend forscht«-Regionalwettbewerb Hamburg Volkspark: 113 Schülerinnen und Schüler haben in 52 Projekten ihre Ideen für Deutschlands bekanntesten Wissenschaftswettbewerb zum Leben erweckt.

Der Aufforderung folgten in Hamburg sowie an der Deutschen internationalen Schule Zagreb insgesamt 113 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die in den vergangenen Monaten unter Anleitung von 25 Betreuungskräften an insgesamt 52 Projekten in den Wettbewerbssparten »Schüler experimentieren« sowie »Jugend forscht« arbeiteten.

In den vergangenen beiden Tagen konnten die naturwissenschaftlichen Talente, ihre innovativen Lösungen in den Fachbereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik vorstellen. Die Teilnehmenden ließen ihren Ideen freien Lauf und beschäftigten sich mit der Haftkraft von Blattheuschrecken, der Überprüfung, ob Bewegungspausen konzentrations-fördernder sind als Frühstückspausen, der Suche nach Plastik-abbauenden Enzymen, dem Kontroller der Zukunft sowie der Entwicklung eines „gesture Glove“ zur Steuerung von Computerspielen. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten ihre Projekte am Fraunhofer IME ScreeningPort zunächst einer 31-köpfigen Jury sowie der Öffentlichkeit, ehe im Anschluss die Siegerehrung im Volksparkstadion durchgeführt wurde.

Nach der Begrüßung durch Maik Zaborowski (Wettbewerbsleiter), Sven Neuhaus (HSV-Stiftung »Der Hamburger Weg«), Prof. Dr. Carsten Claussen (Fraunhofer IME ScreeningPort) und Thomas Bressau (Behörde für Schule und Berufsbildung) und einem musikalischen Beitrag der beiden Oberstufenschülerinnen Johanna Wandschneider (Violine) und Lynn Hartfil (Kontrabass), des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, folgte die Preisverleihung. Insgesamt sieben Arbeiten konnten die Jury vollends überzeugen und den ersten Platz belegen. Sie werden am 2. und 3. April vom Hamburger Volkspark zum Landeswettbewerb Hamburg entsandt.

Dr. Mia Grättinger organisiert den Wettbewerb gemeinsam mit ihrem Team bereits im achten Jahr in Folge. Die Patenbeauftragte des Fraunhofer IME ScreeningPort sagt: »Seit 2014 steht der HSV als zweites Patenunternehmen bei der Ausrichtung dieses Wettbewerbs an unserer Seite. Zum zweiten Mal haben wir nun mit der Stiftung des HSV »Der Hamburger Weg« als eingespieltes Team zusammengearbeitet. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dieser Partnerschaft in die Verlängerung gehen. Wir hoffen in noch vielen weiteren gemeinsamen Wettbewerbsrunden beobachten zu können, wie die teilnehmenden Jugendlichen Ihre Forschung vorantreiben und dabei Hürden überwinden und drücken den Siegerinnen und Siegern für den Landeswettbewerb fest die Daumen.«

In 2019 wurde der Fraunhofer IME ScreeningPort bei der Durchführung des Regionalwettbewerb Hamburg Volkspark durch die folgenden Unternehmen unterstützt: Eppendorf AG, PerkinElmer, Otto Dörner, School of Life Science, Science Slam, SavemyPhone, Asset FM, ProCate und Kosmos.

Über Jugend forscht


Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel der gemeinsamen Initiative von Bundesregierung, stern, Wirtschaft und Schulen ist es, Jugendliche langfristig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern, Talente zu fördern und über den Wettbewerb hinaus in ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen. Teilnehmen können junge Menschen bis zum Alter von 21 Jahren. Jüngere Schülerinnen und Schüler, die mitmachen wollen, müssen im Anmeldejahr mindestens die 4. Klasse besuchen. Die Wettbewerbsteilnehmer suchen sich selbst eine interessante Fragestellung, die sie mit naturwissenschaftlichen, technischen oder mathematischen Methoden bearbeiten. Den Gewinnern winken hochwertige Geld- und Sachpreise sowie Praktika, Studienaufenthalte und die Teilnahme an internationalen Wettbewerben. Schirmherr von Jugend forscht ist der Bundespräsident. Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht e.V. ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung. Rund 250 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft richten die Wettbewerbe aus, stiften Preise und fördern weitere Aktivitäten.

 

Über das Fraunhofer IME

Das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME betreibt angewandte Lebenswissenschaften von der molekularen Ebene bis zu ganzen Ökosystemen in den Bereichen Pharmazie, Medizin, Chemie, Landwirtschaft sowie Umwelt- und Verbraucherschutz. Unsere Aufgabe ist die Entwicklung und Anwendung neuartiger Technologien zur Diagnose und Therapie menschlicher und tierischer Krankheiten sowie zum Schutz von Kulturpflanzen und Nahrungsquellen. Die interdisziplinäre Organisation des IME bietet Labore mit modernster Infrastruktur, einschließlich GMP-Produktionsanlagen und komplexen Anlagen für Umweltsimulationen, die ein breites Spektrum an Forschungs- und Entwicklungsleistungen in den Bereichen Molekularbiologie und angewandte Ökologie ermöglichen. Wir zielen darauf ab, innovative Produkte dem Markt näher zu bringen, Technologien zu entwickeln und wissenschaftliche Dienstleistungen für Partner aus akademischen Institutionen und der Industrie zu erbringen. Seit 2014 ist der IME ScreeningPort mit seinen Laboren in Hamburg, Deutschland, Teil des Instituts und erweitert die Expertise des IME um die Wirkstoffforschung, Biomarker Identifizierung und Bioinformatik.

Das Fraunhofer IME beschäftigt ca. 534 Mitarbeiter an seinen Standorten in Aachen, Münster, ­Schmallenberg, Gießen, Frankfurt am Main und Hamburg. Weitere Informationen zum Standort Hamburg finden Sie hier.