»Frag nicht mich - frag dich!« Jungforscher stellen Projekte bei Regionalwettbewerb Hamburg Volkspark vor.

Translationale Medizin / 25.2.2019

Der eigenen Kreativität freien Lauf lassen, sich in Zeiten von mobilem Internet nicht nur auf technologische Unterstützung verlassen und komplexe Themen mit großem Erfindergeist angehen – dieses Ziel verfolgte das diesjährige Motto des Nachwuchswettbewerbes »Jugend forscht«, der unter dem Motto »Frag nicht mich – frag dich! « am Fraunhofer IME ScreeningPort in Hamburg, stattfand.

© Fraunhofer IME | Ebru Yurtseven

103 Schülerinnen und Schüler haben in 52 Projekten ihre Ideen für Deutsch-lands bekanntesten Wissenschaftswettbewerb zum Leben erweckt.

Der Aufforderung folgten in Hamburg sowie an den Deutschen Partnerschulen in Zagreb, Toulouse und Tel-Aviv insgesamt 104 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die in den vergangenen Monaten unter Anleitung von 16 Betreuungskräften an insgesamt 52 Projekten in den Wettbewerbssparten »Schüler experimentieren« sowie »Jugend forscht« arbeiteten.

In den vergangenen beiden Tagen hieß es dann: Bühne frei für die naturwissenschaftlichen Talente, die ihre innovativen Lösungen in den Fachbereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik präsentierten. Die Schülerinnen und Schüler stellten ihre Projekte am Fraunhofer IME ScreeningPort zunächst einer 33-köpfigen Jury sowie der Öffentlichkeit vor, ehe im Anschluss die Siegerehrung im Volksparkstadion durchgeführt wurde. Vom biologischen Waschmittel über den Bräunungsprozess bei Avocados und Äpfeln bis hin zur Energiegewinnung durch Fahrtwind – dem Einfallsreichtum der Jugendlichen waren keine Grenzen gesetzt.

Nach der Begrüßung durch Maik Zaborowski (Wettbewerbsleiter), Nicola Menke (HSV-Stiftung »Der Hamburger Weg«), Dr. Mira Grättinger (Fraunhofer IME ScreeningPort) und Thomas Bressau (Behörde für Schule und Berufsbildung) folgte die Preisverleihung jener Projekte, die die Jury nicht nur überzeugt, sondern oft auch nachhaltig beeindruckt hatten. Insgesamt elf Arbeiten konnten den ersten Platz belegen und werden den Hamburger Volkspark auf dem Landeswettbewerb Hamburg am 28. und 29. März vertreten.

Zum ersten Mal übernahm die HSV-Stiftung »Der Hamburger Weg« gemeinsam mit dem Fraunhofer IME ScreeningPort die Patenschaft des Regionalwettbewerbs – zuvor hatte das Institut bereits mehrere Jahre mit der HSV Fußball AG zusammengearbeitet. »Ich bin beeindruckt, mit welcher Akribie, Kreativität, Motivation und Neugier die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte erforscht, aufbereitet und präsentiert haben«, resümiert Nicola Menke, Leiterin der HSV-Stiftung. »Ich bin mir sicher, dass wir bei der Preisverleihung hier im Volkspark ein paar Talente kennengelernt haben, von denen wir noch viel mehr hören werden. Wir freuen uns, dass wir heute Gastgeber der Feierlichkeiten sein durften und drücken den Siegerinnen und Siegern für den Landeswettbewerb fest die Daumen.«

Dr. Mira Grättinger organisiert den Wettbewerb gemeinsam mit ihrem Team bereits im siebten Jahr in Folge. Die Patenbeauftragte des Fraunhofer IME ScreeningPort sagt: »Seit 2014 steht der HSV als zweites Patenunternehmen bei der Ausrichtung dieses Wettbewerbs an unserer Seite. In diesem Jahr haben wir erstmalig mit der Stiftung des HSV »Der Hamburger Weg« zusammengearbeitet, deren Engagement und Aktivitäten sehr gut zu den Zielsetzungen der Stiftung »Jugend forscht« passen. Über diese neue Partnerschaft freuen wir uns sehr und hoffen in noch vielen weiteren gemeinsamen Wettbewerbsrunden beobachten zu können, wie die teilnehmenden Jugendlichen über Ihre Grenzen hinauswachsen.«

In 2019 wurde der Fraunhofer IME ScreeningPort bei der Durchführung des Regionalwettbewerb Hamburg Volkspark durch die folgenden Unternehmen unterstützt: Eppendorf AG, School of Life Science, Life Science Nord, PerkinElmer, Otto Dörner, Save my Phone, Asset FM, ProCate und Kosmos.

 

Über Jugend forscht

Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel der gemeinsamen Initiative von Bundesregierung, Stern, Wirtschaft und Schulen ist es, Jugendliche langfristig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern, Talente zu fördern und über den Wettbewerb hinaus in ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen. Teilnehmen können junge Menschen bis zum Alter von 21 Jahren. Jüngere Schülerinnen und Schüler, die mitmachen wollen, müssen im Anmeldejahr mindestens die 4. Klasse besuchen. Die Wettbewerbsteilnehmer suchen sich selbst eine interessante Fragestellung, die sie mit naturwissenschaftlichen, technischen oder mathematischen Methoden bearbeiten. Den Gewinnern winken hochwertige Geld- und Sachpreise sowie Praktika, Studienaufenthalte und die Teilnahme an internationalen Wettbewerben. Schirmherr von Jugend forscht ist der Bundespräsident. Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht e.V. ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung. Rund 250 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft richten die Wettbewerbe aus, stiften Preise und fördern weitere Aktivitäten.

Über die HSV-Stiftung »Der Hamburger Weg«

Die HSV-Stiftung »Der Hamburger Weg« führt in jeder Saison sowohl dauerhafte als auch punktuelle Projekte und Events für Hamburgs Nachwuchs in den drei Bereichen Bildung, Soziales und Sport durch.