Eine kurze Chronik

2019

Unser sechzigstes Jahr ist durch Bauvorhaben geprägt: Auf dem Gelände der JLU bezieht der Bereich Bioressourcen seinen Institutsneubau, die Translationale Medizin plant einen Institutsneubau in Frankfurt und in Schmallenberg sind umfangreiche Um- und Neubaumaßnahmen (Foto) in vollem Gange, welche die Kapazität des Bereichs Angewandte Oekologie auf gut 200 Arbeitsplätze erhöhen.

2017

Professor Fischer verlässt das Fraunhofer IME und übergibt die Institutsleitung an die kommissarischen Institutsleiter der Standorte Schmallenberg und Aachen, Professor Christoph Schäfers und Professor Stefan Schillberg, sowie an den Standortleiter Frankfurt, Professor Gerd Geisslinger, der zugleich die geschäftsführende Institutsleitung des Fraunhofer IME innehat. Es erfolgt eine Restrukturierung des Institutes in die drei Bereiche

- Molekulare Biotechnologie (MB: Aachen und Münster),

- Translationale Medizin (TM: Frankfurt und Hamburg),

- Angewandte Oekologie und Bioressourcen (AE-BR: Schmallenberg und Gießen).

Im Mittelpunkt der Arbeiten am Fraunhofer IME stehen Wert- und Wirkstoffe, welche in Pflanzen oder Tieren identifiziert und biotechnologisch produziert werden (MB, BR). Weiterhin untersuchen wir die Nutzbarkeit dieser Wert- und Wirkstoffe für die menschliche Gesundheit (TM) und wir bewerten ihre Risiken für Umwelt und Verbraucher (AE).

2014

Mit dem Übergang des Geschäftsbetriebs der European ScreeningPort GmbH zum neuen Fraunhofer-IME Standort Hamburg baut das Institut seine Schlagkraft im Bereich der pharmazeutischen Wirkstoffforschung weiter aus.

2012

© FCR-CSB
© Klinikum der J.W. Goethe-Universität, RÖP

Chiles Wirtschaftsminister Pablo Longueira und Fraunhofer-Präsident Professor Hans-Jörg Bullinger eröffnen am 1. September 2011 das erste Fraunhofer-Forschungszentrum in Südamerika. Im »Fraunhofer Center for Systems Biotechnology« in Santiago de Chile forschen chilenische und deutsche Wissenschaftler gemeinsam in den Bereichen Aquakultur, erneuerbare Energie, Landwirtschaft und Bio-Computing.

 

 

 

 

 

Die neue Fraunhofer-Projektgruppe Translationale Medizin und Pharmakologie wird im Rahmen des Schwerpunktes Anwendungsorientierte Arzneimittelforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main angesiedelt. Unter der Leitung von Professor Gerd Geisslinger entsteht dort in den folgenden Jahren ein LOEWE-Zentrum, welches die Wirkstoffforschung, die präklinische / klinische Modellentwicklung und die klinische Forschung zusammenführt.

2010

© Peter Leßmann

Ende 2010 fällt der Startschuss für das Fraunhofer Chile Research - Center for Systems Biotechnol­ogy. Am 22. Oktober unterschreiben der chilenische Wissenschaftsminister, Juan Andrés Fontaine, und der Finanzvorstand der Fraunhofer Gesellschaft, Prof. Dr. Alfred Gossner, eine gemeinsame Erklärung im Bundeskanzleramt in Berlin.

 

 

 

 

An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wird in Verbindung mit dem Lehrstuhl für pflanzliche Biotechnologie von Professor Dirk Prüfer (3. von links) eine neue IME-Außenstelle für Funktionelle und angewandte Genomik eröffnet.

2009

An der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) wird die Fraunhofer IME-Projektgruppe »Bio-Ressourcen« unter der Leitung von Professor Andreas Vilcinskas (Bildmitte) eingerichtet. Die Insektenbiotechnologie wird in den folgenden Jahren an der JLU und bei Fraunhofer etabliert und der Standort zum LOEWE-Zentrum (Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz).

2008

Memorandum of Understanding

Der chilenische Wirtschaftsminister und Vertreter der Fraunhofer-Gesellschaft unterzeichnen eine Vereinbarung, welche die Grundlage für die Gründung eines Fraunhofer-Centers in Chile unter Federführung des IME bildet.

Gründung der Fraunhofer-Allianz Food Chain Management, in der mehrere Fraunhofer-Institute unter Federführung des Fraunhofer IME, Bereich Angewandte Oekologie, zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit kooperieren.

2005

Der Bereich Molekularbiologie des IME erhält ein eigenes, nahe der RWTH Aachen University gelegenes neues Gebäude.

Das Kryolager der Umweltprobenbank in Schmallenberg wird durch einen Neubau erweitert.

2001

Professor Fischer (Foto), Leiter des neuen Institutsbereichs Molekularbiologie, wird Institutsleiter. Das Institut heißt nun Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME mit den beiden Standorten Schmallenberg und Aachen.

Das Fraunhofer IME wird Gründungsmitglied des Verbunds Life Sciences der Fraunhofer-Gesellschaft, der eine enge Kooperation zwischen zunächst vier Fraunhofer-Instituten fördert.

2000

Die Umweltprobenbank des Bundes, als langfristiges Archiv zur Dokumentation des Umweltzustands in Deutschland, geht am Fraunhofer IUCT Schmallenberg in Betrieb (Foto).

Dr. Fischer erhält den C4-Lehrstuhl für Molekulare Biotechnologie an der RWTH Aachen University.

1998

Zur Verstärkung der biotechnologischen Kompetenz in der Fraunhofer-Gesellschaft wird am Fraunhofer IUCT eine neue Abteilung für Molekulare Biotechnologie unter der Leitung von Dr. Rainer Fischer gegründet.

1992

Aus dem Zentralinstitut für Ernährung (ZfE) der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR wird die »Einrichtung Biochemische Ökotoxikologie« als Außenstelle in Potsdam gegründet. Die Außenstelle wird sieben Jahre später geschlossen.

1985

Die Standorte Schmallenberg (Foto) und Hannover des Fraunhofer ITA werden zwei unabhängige Fraunhofer-Institute. Die Umbenennung des Schmallenberger Standorts in Fraunhofer-Institut für Umweltchemie und Ökotoxikologie IUCT spiegelt die neue Ausrichtung des Instituts wider.

1983

Professor Werner Klein (im Foto rechts) übernimmt, zunächst gemeinsam mit Dr. Oldiges, die Leitung des Schmallenberger Institutsteils. Der Verbleib und die Wirkung von Chemikalien in der Umwelt und die Wirkung möglicher Schadstoffe auf Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere rücken in den Mittelpunkt der Forschung. Die Mitarbeiterzahl des Gesamtinstituts erhöht sich auf 176.

1981

Im Zuge der Umsetzung des neuen Chemikaliengesetzes werden im Schmallenberger Institutsteil neue Arbeitsgruppen zum Aufbau der ökologischen Chemie eingerichtet.

1979

Das Institut wird in Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Aerosolforschung ITA umbenannt und in zwei Standorte geteilt. Der Forschungsschwerpunkt Menschliche Gesundheit steht im Mittelpunkt der toxikologischen Forschung in Hannover unter der Leitung von Professor Stöber (Foto), während die Gesundheit der Umwelt in Schmallenberg unter der Leitung von Dr. Oldiges thematisiert wird. Die Zahl der Beschäftigten am Fraunhofer ITA ist auf 142 angestiegen.

1976

Im Zuge einer Kapazitätserweiterung wird in Münster ein
Gebäude für den Aufbau einer Inhalationsanlage gemietet.

1972

Das Bundesministerium für Forschung und Technologie BMFT übernimmt die institutionelle Förderung der FhG, wodurch Fragestellungen des allgemeinen Umweltschutzes am Fraunhofer IAe stärker in den Fokus kommen.

1969

Das Institut ist auf etwa 70 Mitarbeiter angewachsen und wird von Dr. Hubert Oldiges, Dr. Heinrich Rüterjans und Professor Werner Stöber geleitet. Im Vordergrund steht der Schutz des Menschen vor Luftschadstoffen. Bis 1971 wird es finanziell überwiegend vom Bundesministerium der Verteidigung BMVg getragen.

1959

Am 1. Dezember wird das Institut in Schmallenberg als Fraunhofer-Institut für Aerobiologie IAe unter der Leitung von Dr. Bisa in die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) eingegliedert und der Bau des Hauptgebäudes begonnen.

1957

Dr. Karl Bisa, Chefarzt des Fachkrankenhauses Kloster Grafschaft, errichtet auf dem Aberg in Schmallenberg-Grafschaft ein Forschungslabor.