Modell-gestützte Prozessentwicklung im Hochdurchsatzformat

Die Herstellung von Medikamenten ist oft kostenintensiv, da nur wenige erfolgreiche Produkte zur Marktreife kommen und diese die Kosten für gescheiterte Kandidaten kompensieren müssen. Entsprechend wichtig ist es, dass erfolgreiche Produkte möglichst schnell auf den Markt kommen und ungeeignete Kandidaten früh identifiziert werden. Um dies zu erreichen ist es wichtig, dass bereits zu Beginn eines Entwicklungsprozess schnell und verlässlich ein skalierbarer Produktionsprozess etabliert wird und die Kompatibilität eines Kandidaten mit diesem Prozess sichergestellt wird. In der Abteilung Bioprozessentwicklung untersuchen wir daher, wie durch den Einsatz von vorhersagefähigen Modellen, z.B. für chromatographische Separationsverfahren, die Entwicklung solcher Prozesse bereits in den ersten Monaten und mit einem Aufwand von wenigen Wochen erfolgreich gestaltet werden kann. Dabei wird eine Kombination von deskriptiven und mechanistischen Modellen auf individuelle Wirkstoffkandidaten, etwa Antikörper und Impfstoffe, angewendet, um verschiedene Produktionsverfahren in silico zu vergleichen und die vielversprechendsten mittels Hochdurchsatzverfahren zu verifizieren.