Zelllinien und Cryokonservierung

Pflanzenkalli in Petrischalen bei der Regeneration von transgenen Pflanzen

Kryokonservierung von Pflanzenzellen

Nicht nur für reproduzierbare Screening-Ergebnisse, sondern speziell für langfristige Produktionskampagnen und für die Erfüllung regulatorischer Erwartungen ist die Erstellung von Kryokulturen unverzichtbar. Dazu zählen zum Beispiel Master und Working Zellbanken. Diese Kulturen ermöglichen eine gleichbleibende Qualität und Ausbeute im Produktionsprozess, da nach vorgegebenen Intervallen frische Zellen verwendet und gealterte verworfen werden können.

Was bei Bakterien und tierischen Zellkulturen Standard ist, stellt in vielen Fällen für pflanzliche Systeme noch eine Herausforderung dar. Obwohl pflanzliche Zellkulturen grundsätzlich zur Kryokonservierung geeignet sind, existiert derzeit noch kein etabliertes und verbreitetes Verfahren, da Protokolle bisher nur auf individuelle Zelllinien zugeschnitten wurden. Auch die Bedingungen bei der Vorbehandlung und beim Einfrieren/Regenerieren sind häufig auf bestimmte Anlagen angepasst und daher problematisch zu transferieren, skalieren und qualifizieren.

Am Fraunhofer IME wurden bisher mehrere Kryokonservierungsprotokolle für verschiedene Zelllinien erfolgreich etabliert. In der Abteilung Bioprozessentwicklung arbeiten wir derzeit an der Zusammenführung dieser Protokolle mit dem Ziel einer Übertragung auf weitere Pflanzenzellkulturen und der strukturierten Identifikation relevanter Faktoren zur kontinuierlichen Optimierung der Performance.