FlexScreen

Flexibles Screening und Monitoring von Tierbeständen unter besonderer Berücksichtigung der mikrobiellen Belastung#

Ziel des Projektes FlexScreen ist es, den Prozess der Fleischverarbeitung von der Basis der Tierhaltung (Sauenhalter, Tiermäster) bis zum Endprodukt (Schlachthof) zu optimieren, um vor allem durch einen verbesserten Informationsfluss sowohl die Tiergesundheit als auch die Lebensmittelsicherheit zu erhöhen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf zwei Aspekten. Zum einen auf der Entwicklung eines flexibel und kosteneffizient einsetzbaren Vor-Ort-Schnelltestsystems zur Detektion der potentiellen, lebensmittelrelevanten Zoonoseerreger Campylobacter, Salmonella und Yersinia. Zum anderen sollen die erhobenen Befunde mit weiteren Daten, z.B. aus der risikobasierten Fleischuntersuchung und der Lebensmittelketteninformation (insbesondere Antibiotikaeinsatz in den Tierbeständen) in ein Monitoringmodell (FlexScreen-Tool) überführt werden, das den im Prozess beteiligten Personen (Tierhalter-, Mäster, Tierärzte, QM-Mitarbeiter im Schlachthof) Informationen über den Handlungsbedarf bereitstellt. Durch dieses optimierte Datenmanagement können Probleme bereits an der Basis (Fütterung, Stallbau, Lüftung, Reinigung) beseitigt und damit die Qualität des Endproduktes gesteigert werden. Nach der Problemidentifizierung und Beseitigung kann zudem die erreichte Verbesserung quantifiziert werden. Des Weiteren soll das FlexScreen-Tool auch im Rahmen von Bestandsuntersuchungen präventiv einzusetzen sein, um bereits frühzeitig einen möglichen negativen Eintrag von Pathogenen in die Tierhaltung bzw. das spätere Endprodukt zu vermeiden.

Im Rahmen des Verbundvorhabens wird das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME in Aachen gemeinsam mit der Firma Quh-Lab Lebensmittelsicherheit das innovative Schnelltestverfahren entwickeln und erproben, welches eine einfache und kostengünstige Vor-Ort-Detektion relevanter Zoonoseerregern ermöglichen soll.

Projektlaufzeit#

1.7.2017 - 30.6.2020

Förderung#

Dieses Projekt wird durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.