Das Fraunhofer IME präsentiert AquaNANO Technik auf dem BMBF-Innovationsforum »Zivile Sicherheit«

Molekulare Biotechnologie / 21.6.2018

Am 19. und 20. Juni fand im Tagungszentrum Cafe Moskau in Berlin das vierte BMBF-Innovationsforum »Zivile Sicherheit« statt. Ein vielfältiges Vortragsprogramm und eine Ausstellung zu Praxislösungen führten durch die aktuelle Forschung zur zivilen Sicherheit. Auch dabei Forschende des Fraunhofer IME, die ihre Ergebnisse des AquaNANO Projekts vorstellten. Zusammen mit den Verbundpartnern zeigten sie dem Publikum u.a. ein Detektionsmodul zur Nano-Sonden basierten Analyse von Trinkwasserkontaminationen.

© Fraunhofer IME
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Die zivile Sicherheitsforschung, ein wichtiger Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung, beschäftigt sich mit Themen, die für das Zusammenwirken von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft von zentraler Bedeutung sind. Eine Säule stellt der Schutz vor biologischen Gefahrenlagen und Pandemien dar.

Forschende des Fraunhofer IME stellten gemeinsam mit den Projektpartnern des Forschungszentrums Jülich (Institut für komplexe Systeme, Bioelektronik) und der Firma DITABIS AG auf dem diesjährigen BMBF-Innovationsforum »Zivile Sicherheit« in der Ausstellung zu Praxislösungen ihre Ergebnisse des Projekts »AquaNANO« vor.

Das Verbundvorhaben »AquaNANO«, das vom BMBF gefördert wird, befindet sich aktuell im dritten Projektjahr. Erforscht wird ein neuartiges Analyseverfahren zur schnellen vor-Ort Identifizierung von biologischen Trinkwasserkontaminationen. Koordiniert wird das Projekt vom Fraunhofer IME. Assoziierte Partnern sind die deutsche Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), das Institut für Wasser- und Abwasseranalytik-IWA GmbH und die Stadtwerke Aachen AG (STAWAG).

Auch wenn in Deutschland sauberes Wasser als Selbstverständlichkeit angenommen wird, kann es beispielsweise nach Überschwemmungen zu Kontaminationen kommen. Diese müssen schnellstmöglich erkannt werden. Mit dem neuartigen Analyseverfahren soll Hilfsorganisationen, die für die Trinkwasserversorgung in Krisensituationen zuständig sind (z.B. THW), ein Werkzeug an die Hand gegeben werden, um zuverlässig, mobil und schnell größere Trinkwasserkontingente auf das Vorhandensein biologischer Kontaminationen zu testen.
Vor allem Schnelligkeit ist gefragt, die bereits etablierten Testungen nehmen mit bis zu 24 Stunden zu lange Zeit in Anspruch. Mit dem im Projekt AquaNANO verfolgten Ansatz sollen die entsprechenden Ergebnisse bereits nach etwa einer Stunde verfügbar sein. Auf dem Innovationsforum präsentierten die Projektpartner dem interessierten Publikum den Demonstrator des Detektionsmoduls. Vollautomatisch wird eine Trinkwasserprobe über spezielle Detektionssäulen geleitet, im Wasser enthaltene bakterielle Krankheitserreger und Giftstoffe binden an magnetische Nanosonden, die nun vergleichsweise leicht zu detektieren sind. Diese innovative Nachweismethode ermöglicht die zuverlässige Identifizierung der Schadsubstanzen, so dass Schutz- und Gegenmaßnahmen schnell eingeleitet werden können.