Medikamentenentwicklung in Frankfurt – Wirtschaftsdezernent Markus Frank besucht das aidCURE-Team

Translationale Medizin / 3.9.2018

Medikamentenentwicklung in Frankfurt – Wirtschaftsdezernent Markus Frank besucht das aidCURE-Team des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME

© Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH | Ronja Schröder.

Stadtrat Markus Frank und die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH besuchten das aidCURE-Team des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME, Institutsteil Translationale Medizin und Pharmakologie in Frankfurt-Niederrad.

Das Forschungsteam von aidCURE entwickelt ein neues Medikament zur erstmaligen potenziellen Heilung der rheumatoiden Arthritis, der häufigsten chronischen, Gelenk-assoziierten Autoimmunerkrankung. Für diese innovative Leistung gewann das Projektteam 2017 den Science4Life Venture Cup, einen bundesweiten Businessplanwettbewerb in den Bereichen Life Sciences, Chemie oder Energie, der durch die Gründerinitiative Science4Life e.V. vergeben wird.

Auf dem Gelände des Universitätsklinikums Frankfurt forscht das Team, bestehend aus Prof. Harald Burkhardt, Prof. Rikard Holmdahl, Dr. Frank Behrens und Dr. Nadine Schneider, die das Projekt auch ins Leben gerufen haben. Jahrelange Grundlagenforschung haben die aktuelle Produktreife und die in diesem Projekt anvisierte klinische Entwicklung überhaupt erst möglich gemacht. Zum Ende des Jahres 2018 ist die Ausgründung einer GmbH geplant. Das entwickelte Medikament könnte dann bereits im Jahr 2020 in einer klinischen Studie getestet werden.

Herr Stadtrat Frank betonte bei seinem Besuch, wie wichtig Forschung und Entwicklung für die Frankfurter Wirtschaft ist: »Innovationen sind wichtig für wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen. Die Entwicklung eines neuen Medikaments kann das Leben vieler Menschen verändern. Ich bin stolz, dass wir in Frankfurt hochqualifizierte Fachkräfte und starke Netzwerke haben, die solche Innovationen hervorbringen können.«     

Frau Dr. Nadine Schneider, zukünftige Geschäftsführerin der aidCURE GmbH, freut sich auf die Herausforderungen, die noch vor dem Forschungsteam liegen: »Aktuell arbeiten wir an einem Herstellungsprozess, der es uns ermöglicht das Medikament in ausreichender Menge und Reinheit zu produzieren damit wir die klinische Prüfung am Menschen beginnen können.«     

Die geplante Ausgründung geht aus dem vom Land Hessen geförderten LOEWE-Zentrum und dem Institutsteil Translationale Medizin und Pharmakologie des Fraunhofer IME hervor und wird zurzeit im Rahmen der GO-Bio Gründungsoffensive Biotechnologie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt. Prof. Dr. Dr. Gerd Geisslinger (Geschäftsführender Direktor des Fraunhofer IME und Sprecher des LOEWE-Zentrums TMP) erklärt: »Unser Ziel ist die Translation der vielversprechendsten Ideen aus der Grundlagenforschung in die Anwendung zum Wohle des Patienten und der Gesellschaft. Wir sind der hessischen Landesregierung für das in Deutschland einmalige LOEWE-Programm sehr dankbar, denn erst durch die Förderung des LOEWE-Zentrums TMP zusammen mit der Exzellenz der Fraunhofer-Gesellschaft in der anwendungsorientierten Forschung konnten wir die Strukturen für effektive biomedizinische Forschung an unserem Standort schaffen, um Ausgründungen wie aidCURE realisieren zu können.« Auf dem Gelände des Universitätsklinikums Frankfurt soll das erste Frankfurter Fraunhofer-Institut, ein Neubau für rund 100 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, entstehen. Die Planungen sind bereits angelaufen.