Menschen und Ereignisse

Hoher Besuch am Fraunhofer IME: Bundesministerin Dorothee Bär informiert sich über nachhaltige Landwirtschaftsinnovationen

Bioressourcen

© Fraunhofer IME | Kim Weigand
Dr. Kornelia Hardes zeigt Ministerin Bär die Hochsicherheitslabore des Fraunhofer IME.
© Fraunhofer IME | Kim Weigand
Bundesministerin Dorothee Bär lässt sich die RNAi Biotechnologie-Forschung von Doktorandin Leonie Graser erklären.
© Fraunhofer IME | Kim Weigand
Dr. Dorothee Tegtmeier stellt ihre Arbeiten zur Nutzung von Insektenlarven vor.

Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, besuchte den Institutsteil Bioressourcen des Fraunhofer IME in Gießen. Im Fokus: RNAi-basierter Pflanzenschutz und Insekten als Ressource für Ernährung, Dünger und Hightech. 
Gemeinsam mit dem Institutsteilleiter Prof. Dr. Andreas Vilcinskas, dem Vorstand Forschung & Transfer der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Dr. Constantin Haefner, den Vizepräsidenten der Justus-Liebig-Universität Giessen Prof. Dr. Alexander Goesmann und Prof. Dr. Karsten Krüger sowie MdB Frederik Bouffier diskutierten wir, wie innovative Insektenbiotechnologie zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft beitragen kann. 

Im Zentrum stand unsere RNAi-Forschung: Doktorandin Leonie Graser präsentierte das weltweit erste zugelassene RNAi-Spray gegen den Kartoffelkäfer – Calantha® (Wirkstoff: Ledprona). Gemeinsam mit GreenLight Biosciences und der Justus-Liebig-Universität Giessen konnten wir den Wirkmechanismus aufklären: Das Spray schaltet gezielt ein lebenswichtiges Gen des Kartoffelkäfers aus und eröffnet damit neue Wege für präzisen, umweltverträglichen Pflanzenschutz (Mehr Info). 

Im Hochsicherheitslabor gab Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Kornelia Hardes Einblicke in neue Wirkstoffe gegen Virusinfektionen sowie in innovative, umweltfreundliche Strategien zur Bekämpfung invasiver Stechmücken wie der Tigermücke, welche Dengue-, Gelbfieber- und Zika-Viren überträgt. 
Beim Rundgang durchs Atrium zeigte Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Dorothee Tegtmeier, wie sich Insektenlarven als nachhaltige Proteinquelle für die Aquakultur nutzen lassen und gleichzeitig klimafreundlicher Dünger aus organischen Reststoffen ensteht. So werden Nährstoffkreisläufe geschlossen und Alternativen zu rohstoffintensiven chemischen Düngern geschaffen.

Unsere am Institutsteil Bioressourcen angesiedelten Start-ups demonstrierten, wie aus Forschung marktreife Innovationen werden:
PROMBYX GmbH entwickelt nachhaltig produziertes Katzen- und Hundefutter auf Basis von Seidenraupen 
SWARM Biotactics-Biotactics arbeitet an Aufklärungstechnologien mit ferngesteuerten Cyborg-Insekten
EntoSolutions verwandelt Reststoffe der Insektenzucht in Biokohle für klimafreundlicheren Beton 

Der Besuch von Dorothee Bär hat eindrucksvoll gezeigt: In Gießen entsteht Spitzenforschung, die wirkt – für Ernährungssicherheit, Klimaschutz und eine Landwirtschaft der Zukunft 

OECD-Ringtest zur Validierung der NanoHYBIT-Methode initiiert

Angewandte Oekologie

NanoHYBIT ist ein Forschungs- und Standardisierungsprojekt gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) zur Entwicklung einer OECD-konformen Testmethode zur Bewertung der Bioakkumulation von Nanomaterialien mit dem mexikanischen Flohkrebs (Hyalella azteca). Es ermöglicht die Bestimmung von BCF- und BMF-Werten auch für partikuläre Substanzen und schafft eine effizientere Alternative zu klassischen Fischtests für regulatorische Anwendungen.

Im Juni 2025 präsentierten Prof. Dr. Christian Schlechtriem und Dr. Sebastian Kühr auf Einladung des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) die aktuellen Forschungsergebnisse des NanoHYBIT-Projekts im Rahmen einer Sitzung der OECD Working Party on Manufactured Nanomaterials (WPMN) in Paris.

Die durchweg positiven Rückmeldungen aus dem internationalen Fachgremium bildeten die Grundlage für einen weiterführenden Schritt: die Einreichung eines sogenannten SPSF-Antrags (Standard Project Submission Form) bei der OECD. Ziel dieses Antrags ist die Initiierung eines internationalen Ringtests zur Validierung der NanoHYBIT-Methode. Langfristig soll damit eine Erweiterung der OECD-Testguideline 321 (HYBIT) um einen spezifischen Teil B für Nanomaterialien erreicht und das Vorhaben in das offizielle OECD-Projektportfolio aufgenommen werden.

© OECD
Internationale Fachgremium der OECD Working Party on Manufactured Nanomaterials (WPMN) in Paris

Workshop »SeedPlus«

Molekulare Biotechnologie | Angewandte Oekologie

© Eskusa | Johann Lummer

Am Mittwoch, den 9. Juli 2025, luden die Fraunhofer-Institute IME, IMM und ICT mit unserem langjährigen Kooperationspartner Eskusa GmbH zum Workshop »SeedPlus – Innovative Saatgutbeschichtung für Nachhaltigkeit und Ertragssicherheit« in Parkstetten ein.
Unsere innovative SeedPlus Technologie verbindet technologische Effizienz und ökologische Verantwortung zu einer zukunftsweisenden Lösung für die moderne Landwirtschaft. Sie bietet vielfältige sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile, die zur Bewältigung der Herausforderungen einer nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion beitragen.

Das vielfältige Programm des Workshops startete mit einer Vorstellung der SeedPlus-Technologie, die hybrid durchgeführt wurde, um eine breite Teilnehmerschaft zu ermöglichen. Vor-Ort-Teilnehmende hatten die Gelegenheit, die SeedPlus-Technologie kennenzulernen, einen Einblick in die Arbeiten der beteiligten Institute zu erhalten und persönliche Gesprächsrunden mit Forschenden des SeedPlus-Konsortiums zu führen. Sie trafen die Fraunhofer-Forschenden Anna Musyanovych, Julia Peters, Marie Winter, Alexander Dresel und Thomas Heintz. Der Workshop stärkte die Kooperation mit der Eskusa GmbH und zeigte das Potenzial von SeedPlus für eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion.

Kick-off zum Projekt »SEASON«

Molekulare Biotechnologie

© Fraunhofer IME | Lena J. Freund

In der dritten Ausschreibungsrunde des Innovationswettbewerbs »GreenEconomy.IN.NRW« hieß es vom Begutachtungsausschuss Daumen hoch für das Projekt »SEASON – Slow Release von Biostimulanzien
aus Saatgut-Beschichtungen«. Am Donnerstag, 23.10.2025, fand das Kick-off Treffen des dreijährigen Verbundprojekts am Fraunhofer IME statt. Verbundpartner sind die Deutsche Saatveredelung AG und die HUMINTECH GmbH, die Koordination übernimmt das Fraunhofer IME in Münster.
»SEASON« entwickelt eine neuartige Technologie zur gezielten und zeitverzögerten Freisetzung von Biostimulanzien über die Saatgutbeschichtung von Winterraps. Winterraps ist die wichtigste Ölsaat in NRW und Deutschland. Für hohe Erträge sind eine gleichmäßige Keimung und die Entwicklung kräftiger Jungpflanzen essenziell. Ziel ist es, die empfindlichen Start- und Frühentwicklungsphasen der Raps-Pflanzen zu stärken und ihre Resilienz gegenüber Stressfaktoren wie Kälte, Trockenheit und Nährstoffmangel zu erhöhen – und das, ohne dass zusätzliche ackerbauliche Maßnahmen erforderlich sind.
Mit dem Innovationswettbewerb »GreenEconomy.IN.NRW« fördern Land und EU im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021-2027 die Entwicklung und Herstellung von umweltschonenden und ressourceneffizienten Spitzentechnologien in den Feldern Umweltwirtschaft, Circular Economy und Klimaanpassung.

Bio. Innovationen. Stärken. – Die Farben der Biotechnologie

Bioressourcen

© Technologieland Hessen

Die Veranstaltungen der Reihe »Bio. Innovationen. Stärken.« im Technologieland Hessen soll die Zukunft der biobasierten Wirtschaft, Innovationen in Verfahren und Design sowie technologische Fortschritte im Sinne der Bioökonomie näherbringen. Dahingehend veranstaltet das Technologieland Hessen  regelmäßig thematische Schwerpunktveranstaltungen. Von nachhaltigen Verpackungen durch biobasierte Materialien über bioinspirierte Medizinprodukte bis hin zu Ressourceneinsparung durch biotechnologische Verfahren und die Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle durch F&E-Förderungen. 

Am 21. Oktober 2025 tauchten wir in Gießen tief in die Welt der Gelben Biotechnologie ein – mit Fokus auf Insekten als nachhaltige Ressource mit enormem Potenzial für Medizin, Landwirtschaft und Ernährung. 

Der Tag stand ganz im Zeichen der Farbe Gelb: Insekten und ihr Reichtum an Mechanismen und Werkzeugen, die wir Menschen nutzen können. Wir lernten, wie kleine Alleskönner zu einem nachhaltigen Pflanzenschutz beitragen, welche Rolle sie in der Kreislaufwirtschaft spielen und wie sie als Nahrungs- oder Proteinquelle genutzt werden können. Außerdem wurde beleuchtet, warum diese Lebewesen eine Inspirationsquelle für biomolekulare Innovationen sind. Besonders freuten sich unsere Gäste über die Laborführungen vor Ort, die Einblicke in Analytik, Biobank und Insektenzucht ermöglichten.

Vielen Dank an alle Referentinnen und Referenten, Mitarbeitenden sowie an unsere KooperationspartnerInnen für Vorträge, Praxis-Einblicke und fachliche Expertise, die neue Möglichkeiten im Bereich der Gelben Biotechnologie eröffnet haben!

Workshop Pflanzenbiotechnologie in Hamburg

Molekulare Biotechnologie

© Fraunhofer IME | Birgit Orthen

Die Gesellschaft für Pflanzenbiotechnologie e.V. lädt alle zwei Jahre zu einem Workshop ein, der sich mit den neuesten Entwicklungen in der Pflanzenbiotechnologie befasst. Vom 22. bis 23. September 2025 fand dieser spannende Austausch am Biozentrum der Universität Hamburg statt. Im Mittelpunkt standen die Themen: Genomeditierung, in vitro-Kultur und abiotischer Stressresistenz.
Christos Iordanidis, Doktorand am Fraunhofer IME in Münster, stellte beim Workshop seine Forschungsarbeiten zum Thema »Unraveling the molecular mechanisms of antagonistic FT homologs in Nicotiana tabacum« vor. Im Zentrum seines Vortrags stand die Regulation der Blühinduktion in Tabak.Der Blühzeitpunkt ist ein streng regulierter Entwicklungsprozess, der den Fortpflanzungserfolg der Pflanzen maßgeblich beeinflusst. Ein zentrales Protein für die Regulierung der Blütenentwicklung ist FLOWERING LOCUS T (FT). Die molekularen Mechanismen seiner Wirkweise sind bislang weitgehend unbekannt. Christos Iordanidis geht ihnen in seinen Arbeiten mit Nicotiana tabacum nach, insbesondere dem Zusammenspiel mit verschiedenen Interaktionspartnern, die beispielsweise die Blütenentwicklung aktivieren aber auch unterdrücken können.

Neue Außenstelle des Fraunhofer IME in Soest an der Fachhochschule Südwestfalen

Angewandte Oekologie

© Fachhochschule Südwestfalen | Bernd Ahrens
Außenstelle Physikalische Messtechnik

Mit der offiziellen Anbindung zum 1. Januar 2026 wurde das frühere Fraunhofer-Anwendungszentrum für Anorganische Leuchtstoffe an der Fachhochschule Soest als neue Außenstelle in das Fraunhofer IME eingebunden. Die Außenstelle unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Schweizer bringt umfangreiche Expertise in der physikalischen Messtechnik sowie den Zugang zu einer hochmodernen analytischen Infrastruktur ein. Ein wesentlicher Vorteil liegt insbesondere in den vielfältigen Möglichkeiten zur interdisziplinären Zusammenarbeit im Bereich der Polymerforschung.
Die umfassenden Kompetenzen des Fraunhofer IME im Bereich Umweltbewertung von Polymeren und partikulären Stoffen werden zukünftig durch die Stärken der neuen Außenstelle in der Analyse und Materialentwicklung ergänzt. Diese enge Verzahnung ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung dieser Stoffe entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Herstellung bis zur Anwendung und ökologischen Bewertung. Aufbauend auf den bisherigen Forschungsschwerpunkt der Außenstelle ergeben sich zudem Möglichkeiten bezüglich des Designs maßgeschneiderter Leuchtmittel, zum Beispiel zur Simulation von Verwitterungsvorgängen in der Umwelt oder zur Optimierung von CEA-Systemen (Controlled Environment Agriculture) zur Pflanzenproduktion. Unter dem strategischen Leitbegriff »agrinomics« bündelt das Fraunhofer IME aktuell seine breiten Aktivitäten im Bereich der Agrarforschung und ermöglicht damit eine systemische Gesamtsicht auf die landwirtschaftliche Produktion, ihre Produkte (Lebensmittel, Naturpharmaka, nachwachsende Rohstoffe) und die Möglichkeiten und Folgen des Anbaus sowie der Nutzung für Mensch und Umwelt.
In diesem Zusammenhang ist eine weitergehende Anbindung des Fraunhofer IME an die Fachhochschule Soest mit ihrer starken landwirtschaftlichen Ausrichtung im Bereich Forschung und Lehre geplant. Diese Kooperation wird neben der Integration der neuen Außenstelle in Soest einen weiteren Impuls zur Stärkung des Forschungsstandorts Südwestfalen geben.

Workshop »Mobilität polarer und ionisierbarer Stoffe in der Umwelt« in London

Angewandte Oekologie

© Benedikt Ringbeck
Die Royal Society of Chemistry im Burlington House in London

Unsere Kollegen Dr. Dieter Hennecke, Dr. Michael Hüben, Dr. Benedikt Ringbeck und Dr. Dimitrios Skodras vom Fraunhofer IME, Bereich Angewandte Oekologie organisierten mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der britischen Evironment Agency und dem wca Consultant im November 2025 einen Workshop in der Bibliothek des »Royal Society of Chemistry - Burlington House« in London. 
Der Hintergrund des Workshops ist die Entwicklung eines Screening-Test zur Bestimmung der Mobilität polarer und ionisierbarer Stoffe in der Umwelt. In zwei aufeinander aufbauenden Projekten wurden von den Projektpartnern die Grundlagen für eine solche Methode theoretisch und experimentell erarbeitet. Dazu wurde nach einer initialen Literaturrecherche ein Datensatz von mehr als 40 relevanten Testsubstanzen auf Mixed-Mode HPLC-Säulen erarbeitet. Dieser methodische Ansatz bietet eine vielversprechende Grundlage für die Erweiterung der bestehenden OECD 121 oder die Entwicklung einer ganz neuen OECD Richtlinie.
Im Workshop wurden die Ergebnisse des Projekts einem Expertenkreis aus Industrie, Regulation und Akademia vorgestellt und kritisch diskutiert, um die erzielten Ergebnisse einzuordnen und Anregungen für geplante Projekte zur weiteren Entwicklung der Methode zu sammeln sowie Kontakte für neue Kooperationen zu schließen.

Symposium »Innovative Wege der Triterpenoid-Forschung: Von der Genomik zur Anwendung«

Molekulare Biotechnologie

Zum Abschluss des erfolgreichen Projekts »PERSPECTIVE – Nachhaltige, marktorientierte Sondierungsforschung zur Herstellung und Anwendung von bioaktiven Substanzen auf Triterpenoidbasis«, gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert, luden die Verbundpartner in das Forschungszentrum Garching ein.
Am Donnerstag, dem 29. Januar 2026, fand dort das Symposium »Innovative Wege der Triterpenoid-Forschung: Von der Genomik zur Anwendung« statt. Der Tag stand ganz im Zeichen der neuesten Fortschritte in der funktionellen und angewandten Genomik von Triterpenoiden. Ein Rahmenprogramm aus Fachvorträgen zur Terpenforschung begleitete die spannenden Projektpräsentationen. In den Diskussionen gab es die Gelegenheit, sich mit führenden Expert:innen darüber auszutauschen, wie biotechnologische Innovationen neue Perspektiven für die nachhaltige Produktion und Anwendung dieser wertvollen Naturstoffe eröffnen. Die Projektteam – bestehend aus dem Fraunhofer IME, der Technischen Universität München (TUM), der Phytowelt GreenTechnologies GmbH und der VivaCell Biotechnology GmbH – freute sich über den regen Austausch.

ECHA Projekt Meeting zur Bewertung von New Approach Methods

Angewandte Oekologie

Mitte Oktober 2025 besuchten Dr. Elke Eilebrecht, Dr. Sebastian Eilerecht, Dr. Benedikt Ringbeck und Dr. Sebastian Kühr, Wissenschaftler*in des Fraunhofer IME aus Schmallenberg, die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki, um im Rahmen der „CRO-Days“ Anforderungen an Umweltstudien unter REACH, Testmaterial- und Analytikfragen, Methoden zur Endokrinen Disruption, GLP‑Pflichten, Bioakkumulation (inkl. Hyalella‑Test, diätäre Fischstudien), den Umgang mit „difficult to test substances“ sowie neue, regulatorisch anschlussfähige  New Approach Methods (NAMs) für aquatische Toxizität zu diskutieren. Im Anschluss daran ging es in einem Projekttreffen um die Bewertung von NAMs für die Vorhersage chronischer Toxizität in Fischen. Bei dem Projekt wird untersucht, inwieweit ökotoxikogenomische Methoden im Zebrafischembryo genutzt werden können, um perspektivisch Tierversuche zur Erfassung von chronischen Wirkungen zu reduzieren.

© Fraunhofer IME
ECHA Projekt Meeting

Workshop »Early Warning Systems« am Fraunhofer IME in Schmallenberg

Angewandte Oekologie

© Fraunhofer IME | Klaus-Peter Kappest
Die Umweltprobank des Bundes in Schmallenberg

Im Rahmen des EU-Projektes »Partnership for the Assessment of Risks from Chemicals« (PARC) und auf den Aufruf des Umweltbundesamtes kamen am 2. April 2025 Expertinnen und Experten am Fraunhofer IME zusammen.

Insgesamt konnten 26 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Universitäten, Behörden und Forschungseinrichtungen der Einladung von Dr. Bernd Göckener, Projektleiter Umweltprobenbank am Fraunhofer IME, folgen.

Ziel des Workshops war es, zu diskutieren wie Frühwarnsysteme für das Auftreten von Chemikalien in der Umwelt konzipiert werden können, um so die Umwelt vor schädlichen Einträgen zu schützen. In besonderem Fokus standen dabei die Schwebstoffe der Umweltprobenbank des Bundes, die das Fraunhofer IME in Schmallenberg im Auftrag des Umweltbundesamtes betreibt.

Auszeichnung »Beste Vorträge junger Wissenschaftler*innen« für Alexandra Loll

Angewandte Oekologie

© Umweltbundesamt | Susanne Kambor

Das Fraunhofer IME war vom 22. bis 24. September 2025 auf der Umwelt 2025, der gemeinsamen Jahrestagung von SETAC GLB und der Fachgruppe Umweltchemie und Ökotoxikologie der GDCh, in Dessau vertreten.
Unsere Doktorandin Alexandra Loll präsentierte dort Ergebnisse ihrer Forschung zur Ökotoxizität künstlicher Süßstoffe. Für ihren Vortrag »Ecotoxicogenomic Hazard Assessment of two Artificial Sweeteners: Acesulfame and Sucralose« wurde sie mit dem zweiten Preis in der Kategorie der besten Vorträge junger Wissenschaftler*innen ausgezeichnet.

In ihrer Arbeit zeigt Alexandra, dass Acesulfam K und Sucralose deutliche Veränderungen der Genexpression in ökotoxikologischen Modellorganismen hervorrufen. Diese Effekte deuteten beispielsweise auf oxidativen Stress sowie mögliche neuroendokrine Wirkungen hin, die weiterführende Untersuchungen erfordern.

Aufgrund ihrer hohen Persistenz und Mobilität gelten einige künstliche Süßstoffe bereits seit langem als umweltrelevant. Die identifizierten subletalen Wirkungen unterstreichen die Notwendigkeit, den Eintrag solcher Stoffe in die Umwelt zu reduzieren.
Die kürzliche Entscheidung des Umweltbundesamts, die Süßstoffe Acesulfam K und Sucralose auf die Liste der relevanten Spurenstoffe aufzunehmen, unterstreicht die hohe wissenschaftliche und gesellschaftliche Relevanz von Alexandras Forschungsarbeit.

Konflikte konstruktiv lösen: Erfolgreiche Mediationsausbildung am Fraunhofer IME

Bioressourcen

© Fraunhofer IME | Jasmin Schuller
Die acht MediatorInnen des Fraunhofer IME Institutsteil Bioressourcen und der Ausbildungsleiter Dr. Jürgen von Oertzen (Einigungshilfe).

Acht Mitarbeitende des IME Institutsteil Bioressourcen haben erfolgreich eine Mediationsausbildung absolviert. Die Initiative ging vom Betriebsrat aus und wurde durch die Personalentwicklung unterstützt. Durchgeführt wurde die Schulung von Dr. Jürgen von Oertzen (Einigungshilfe). Ziel war es, die Teilnehmenden zu Mediator*innen auszubilden und damit den Aufbau eines institutseigenen Mediatorenpools voranzutreiben. Dieser soll künftig allen Mitarbeitenden als Anlaufstelle bei Konflikten dienen und zu schnellen sowie fairen Lösungen im Arbeitsalltag beitragen. Am letzten Schulungstag kamen zudem Abteilungsleitende hinzu. In einem gemeinsamen Austausch wurden erste Ideen entwickelt, wie der Mediatorenpool nachhaltig etabliert und in die Praxis integriert werden kann.

Herzlichen Glückwunsch zum KI-Manager

Molekulare Biotechnologie

© AITI

Im Labor der Zukunft wird KI eine zunehmend zentrale Rolle spielen, FuE-Abläufe prägen und Innovationen gezielt unterstützen.

Das AI Transformation Institute (AITI) ist eine Ausgründung des renommierten Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI). Es qualifiziert Menschen und Organisationen dafür, KI sicher, strategisch und wirksam einzusetzen, und fördert einen verantwortungsvollen, werteorientierten Einsatz von KI. Der Fokus liegt auf dem Aufbau von KI-Kompetenz durch das Zusammenspiel von Wissen, Haltung und Handlungsfähigkeit, um die Zukunft aktiv mit KI zu gestalten.

Dr. Christian Schulze Gronover, Gruppenleiter an unserem Standort in Münster, hat im Herbst 2025 die Weiterbildung zum »Zertifizierten KI-Manager« erfolgreich abgeschlossen. Das Kursprogramm vermittelt in kleinen Teams tiefgehendes Wissen und praxisnahe Methoden, um KI-Lösungen strategisch zu planen, erfolgreich umzusetzen und die digitale Transformation zu gestalten. Die Module kombinieren Präsenz- und Live-Online-Formate und das Abschlussprojekt verknüpft Theorie mit Praxis. Als sogenannten »Use Case« entwickelte Christian Schulze Gronover einen KI-Agenten für Synthetische Biologie, der verschiedene molekularbiologische Tools der Grundlagenforschung mit denen der Anwendung verknüpft.

Frauen in der Wissenschaft stärken: Rückblick auf das erste Jahr des Frauentreffs des Fraunhofer IME

Bioressourcen

© Fraunhofer IME

Das erste Jahr des neu ins Leben gerufenen Frauentreffs (After Lab) am IME-BR war ein voller Erfolg. Beim ersten Treffen, das noch eine überschaubare Runde an Teilnehmenden hatte, herrschte eine offene Atmosphäre, die einen wertvollen Austausch von Ideen förderte und den Grundstein für weitere Zusammenkünfte legte.

Schon zu Beginn wurde der Vorschlag, den Treffpunkt auch außerhalb des Instituts zu gestalten, positiv aufgenommen, um mehr Raum für Vernetzung zu schaffen.

Der Frauentreff hat sich schnell zu einem wichtigen Raum entwickelt, in dem Frauen im wissenschaftlichen Umfeld sich beruflich und privat vernetzen und unterstützen können – ganz nach ihren individuellen Bedürfnissen.

Im Laufe des Jahres wuchs die Gruppe, und der Frauentreff wurde zu einer wertvollen Plattform für persönlichen und beruflichen Austausch. Wir freuen uns auf die weiteren Treffen und die Fortsetzung dieses spannenden Programms.

Fraunhofer IME Verwaltungstreffen

© Fraunhofer IME

42 Kolleginnen und Kollegen aus Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit aller Fraunhofer IME-Standorte trafen sich am 4. und 5. September 2025 in Schmallenberg zu einem Team-Workshop. Im zweijährigen Turnus stehen neben dem intensiven Austausch zu sachgebietsspezifischen Themen und Workarounds auch Kennenlernen und Vernetzung im Mittelpunkt. Zusätzlich werden aktuelle Verwaltungsthemen in kurzen Vorträgen vorgestellt und diskutiert. In 20-minütigen World-Café-Runden konnte jede*r Mitarbeitende sich zu verschiedenen Verwaltungsthemen einbringen und ihre/seine Erfahrungen austauschen. Die Besichtigung verschiedener Labore sowie ein informativer Vortrag zum Forschungsschwerpunkt im Bereich Angewandte Oekologie gaben den Besuchern weitere Einblicke in das Schmallenberger Institut. 

PhD Seminar Fraunhofer IME in Schmallenberg

Das Fraunhofer IME PhD Seminar fand am 4. und 5. Dezember 2025 erstmals in Schmallenberg statt. 24 Doktorandinnen und Doktoranden von allen IME-Standorten stellen ihre innovativen Forschungsarbeiten vor und gaben einen Einblick in ihre Themengebiete, die von Polymerabbau bis zu nachhaltigen Lebensmittelinnovationen sehr weit gefächert war. Unsere Institutsleiter Prof. Schäfers und Prof. Schillberg und weitere Wissenschaftler*innen diskutierten mit den Vortragenden und gaben wertvolle Tipps für die weitere Forschung.

Bei Pizza & Getränken klang der erste Abend mit anregenden Gesprächen und der Gelegenheit zum weiteren Networking aus. Die Teilnehmenden freuen sich schon auf das nächste PhD-Seminar, das in diesem Jahr in Münster stattfinden wird.

© Fraunhofer IME | Julia Karbon
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des PhD Seminars

Gemeinsam ins Ziel: Fraunhofer IME beim 12. Gießener Firmenlauf am Start!

Bioressourcen

© Fraunhofer IME

Beim 12. Gießener Firmenlauf am 14. Mai 2025 gingen fast 5.000 Läufer*innen und Walker*innen an den Start – mit dabei ein engagiertes 6-köpfiges Team des Fraunhofer IME Institutsteil Bioressourcen!

Mit einer Gesamtzeit von 2:26:33,0 belegte unser Team Platz 377 von 551 in der Mannschaftswertung – eine tolle Leistung, auf die ihr stolz sein könnt! Neben dem sportlichen Erfolg standen Teamgeist und der Spaß an der gemeinsamen Bewegung im Vordergrund.

Der nächste Gießener Firmenlauf findet am 20. Mai 2026 statt. Egal ob Laufprofi oder Anfänger*in. Jede*r kann mitmachen und unser Team verstärken!