Zusammenarbeit als Innovationsmotor: Ein präzises Profil für den Markterfolg
Gemeinsam mit Partnern aus der Garnelenindustrie haben wir ein klares Anforderungsprofil definiert, um unsere Forschungsergebnisse in ein marktreifes Produkt zu überführen. Eine praxistaugliche Lösung muss nicht nur wirksam, sondern vor allem wirtschaftlich und sicher sein. Unsere bisherigen Untersuchungen bestätigen dieses Potenzial: Der Wirkstoff ist gesundheitlich unbedenklich und hinterlässt kaum Rückstände auf dem essbaren Teil der Garnele. Auch die sensorische Qualität scheint erhalten – Geschmack, Geruch und Aussehen verändern sich nicht.
Für den Einsatz in der Industrie haben wir das Verfahren so optimiert, dass es sich nahtlos in bestehende Prozesse integrieren lässt. Wie bei etablierten Methoden werden die Garnelen einfach in eine wässrige Lösung getaucht. Dabei achten wir besonders darauf, dass die Wirkstoffe auch in Salz- und Brackwasser funktionieren. Dies ist entscheidend für die weltweit bedeutendsten Produktionsgebiete in Afrika, Südostasien und Lateinamerika.
Mit angestrebten Kosten von wenigen Cent pro Kilogramm Garnelen arbeiten wir an einer wirtschaftlich tragfähigen Lösung.
Die Mehrkosten der Behandlung sollen sich am Ende doppelt auszahlen: durch eine deutlich höhere Wertigkeit der Garnelen und einer größeren Akzeptanz bei den Konsumenten für natürliche, chemiefreie Produkte.
Erst die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit unseren Partnern von Naturland, der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, des Fraunhofer CBPs und der Damm Aquakultur GmbH macht diesen Erfolg möglich. Gemeinsam bündeln wir die notwendige Expertise aus angewandter Naturstoffforschung, Biologie, Zertifizierung und industrieller Praxis. Dazu danken wir dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) sowie dem DAAD und COLFUTURO für die finanzielle Unterstützung unseres Projektteams.