Photosynthetisch aktive pflanzliche Suspensionszellkulturen stellen ein wertvolles experimentelles System zur Untersuchung verschiedener physiologischer Prozesse dar. Dieses System umgeht die strukturelle Komplexität des gesamten Pflanzenorganismus und ermöglicht Experimente unter einheitlichen, gut kontrollierbaren Bedingungen. Allerdings ist es weiterhin schwierig, eine besonders effiziente und zugleich reproduzierbare Transformation solcher Suspensionszellen zu erreichen.
Durch den Einsatz des grün fluoreszierenden Proteins (GFP) sowie eines konfokalen Hochdurchsatz-Mikroplattensystems konnten wir die Transformation grüner Arabidopsis-Suspensionszellen so optimieren, dass nahezu 100 % der Zellen infiziert wurden. Wichtige Bestandteile des Protokolls waren dabei die Verwendung des hypervirulenten Agrobacterium tumefaciens-Stamms AGL1, die Ko-Kultivierung von Agrobakterien und Suspensionszellen auf festen Nährmedien sowie die Zugabe von AB-Minimalsalzen und des Tensids Pluronic F68.
Die beschriebene Methode kann die Transformationsrate von pflanzlichen Suspensionszellkulturen deutlich steigern und dadurch die Einführung genetischer Stoffwechselwege erleichtern, um beispielsweise industrielle, kosmetische oder pharmazeutische Wirkstoffe in diesen Systemen herzustellen.