Modell-gestützte Prozessentwicklung im Hochdurchsatzformat

Die Herstellung von Medikamenten ist oft teuer, da nur wenige erfolgreiche Produkte zur Marktreife kommen und diese die Kosten für die gescheiterten Wirkstoffe kompensieren müssen. Zum Scheitern kommt es unter anderem deshalb, weil sich manchmal erst spät im Entwicklungsprozess - in den klinischen Phasen - zeigt, dass bestimmte Substanzen nur schwer im Prozessmaßstab produziert werden können. Im Rahmen der Fraunhofer Attract-Gruppe »FAST-PEP« untersuchen wir daher, wie durch den Einsatz von vorhersagefähigen Modellen, z.B. für chromatographische Separationsverfahren, die Entwicklung solcher Prozesse bereits in einer frühen Phase erfolgreicher gestaltet werden kann. Dabei werden die Modelle auf individuelle Wirkstoffkandidaten, etwa Impfstoffe, angewendet, um verschiedene Produktionsverfahren in silico zu vergleichen und die vielversprechendsten mittels Hochdurchsatzverfahren zu verifizieren.