Food & Feed Improvement Agents

Die Ernährungsindustrie ist mit einem Jahresumsatz von ca. 165 Milliarden € und Wachstumsraten von 10% und mehr einer der bedeutendsten deutschen Industriezweige überhaupt. Biotechnologisch erzeugten Lebensmitteln kommt dabei schon immer eine herausragende Bedeutung zu. So werden in Deutschland jährlich ca. 10 Milliarden Liter Bier und ca. 2 Milliarden Liter Wein getrunken. Auch zur Produktion von z.B. Joghurt, Käse, Sauerkraut, Backwaren, Tempeh oder Sojasoße sind enzymatische bzw. fermentative Verfahren unentbehrlich. Während die Herstellung der genannten Lebensmittel meist auf tradierten Erfahrungen basiert, eröffnen moderne biotechnologische und molekularbiologische Methoden die Möglichkeit, die biochemischen Zusammenhänge nun grundlegend zu verstehen. Ausgehend von der Aufklärung von Stoffwechselwegen bzw. den daran beteiligten Enzymen und Genclustern lassen sich Strategien entwickeln, um Lebensmittel sicherer, gesünder und schmackhafter zu machen. In Anbetracht der wachsenden Weltbevölkerung, des Klimawandels und der zunehmenden Konkurrenz um nachwachsende Rohstoffe zur Deckung des Energiebedarfs müssen Lebensmittel zukünftig auch ressourcenschonender erzeugt werden. Innerhalb der Abteilung „Biotechnology of Food & Feed Improvement Agents“ werden daher nachhaltige Lösungsansätze für die Lebens- und Futtermittelindustrie verfolgt.

© Fraunhofer IME | Patrick Klüber
© Fraunhofer IME | Daniel Bakonyi
© Fraunhofer IME | Martin Rühl

Forschungs- und Dienstleistungsangebot Food & Feed

Analyse von Lebens- und Futtermitteln

  • grundlegende lebensmittelchemische Analysen von Lebens- und Futtermitteln aus Insekten und Pilzen
  • Bestimmung des Aminosäureprofils von Pilzen und Insekten
  • pilzspezifische Analysen: Glucance, Vitamine, Ergosterol, Zucker-Analytik, Lipid-Analytik
Produktion neuartiger Lebens- und Futtermittel
  • Produktion nachhaltiger Futtermittel für die Zucht von Insektenlarven
  • Herstellung von Lebensmitteln auf Basis von Insekten
  • Kultur von Pilzen zur Erzeugung alternativer Proteinquellen
Sensorische Beurteilung von Lebens- und Futtermitteln
  • Sensorische Beurteilung von Lebensmitteln aus Pilzen und Insekten
  • Qualitative und quantitative Aromaanalyse mittels Gaschromatographie und angeschlossener massenspektrometrischer und olfaktometrischer Detektoren (GC-MS-O)
  • Bestimmung von Schlüsselaromastoffen und Fehlaromen von Lebensmitteln
Fermentation mit Speisepilzen
  • Festbett- und Flüssigfermentation von Nebenstoffströmen der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie
  • Stammsammlung von > 500 Pilzstämmen (ca. 100 Speisepilze und mehr als 400 weiteren Ständerpilze)
  • Optimierung des Fermentationsprozesses bei Speisepilzen
  • Kultivierung von Speisepilzen in Bioreaktoren