Eine kurze Chronik

2017

Prof. Rainer Fischer verlässt zum 1. April 2017 das Fraunhofer IME, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Er bleibt bis Ende März 2017 Mitglied der Institutsleitung, übergibt jedoch die Wahrnehmung der Aufgaben zum 1. Januar 2017 geschäftsführend an den verantwortlichen Nachfolger in der Institutsleitung bzw. an den stellvertretenden Vorsitzenden des Fraunhofer-Verbunds Life Sciences  Prof. Norbert Krug. Die IME-Institutsleitung übernehmen kommissarisch ab dem 1.1.2017 Prof. Stefan Schillberg und Prof. Christoph Schäfers – Leiter der Standorte Aachen bzw. Schmallenberg – sowie der Standortleiter Frankfurt, Prof. Gerd Geisslinger, der zugleich die geschäftsführende Institutsleitung des IME kommissarisch inne hat.

2014

Mit dem Übergang des Geschäftsbetriebs der European ScreeningPort GmbH zum Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME, baut das Fraunhofer IME seine Schlagkraft im Bereich der pharmazeutischen Wirkstoffforschung weiter aus. Am neuen Standort in Hamburg werden die knapp 30 Mitarbeiter als ScreeningPort des IME ihre bisherigen Kompetenzen in die angewandte Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft einbringen und nachhaltig ausbauen.

2011

© Foto FCR-CSB
© Foto Klinikum der J.W. Goethe-Universität, RÖP

Chiles Wirtschaftsminister Pablo Longueira und Fraunhofer-Präsident Professor Hans-Jörg Bullinger eröffnen am 1. September 2011 das erste Fraunhofer-Forschungszentrum in Südamerika. Im »Fraunhofer Center for Systems Biotechnology« in Santiago de Chile forschen chilenische und deutsche Wissenschaftler gemeinsam in den Bereichen Aquakultur, erneuerbare Energie, Landwirtschaft und Bio-Computing.

 

 

 

 

 

Die neue Fraunhofer-Projektgruppe Translationale Medizin und Pharmakologie (TMP) wird mit Unterstützung der Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) im Rahmen des Schwerpunktes Anwendungsorientierte Arzneimittelforschung in Frankfurt angesiedelt. Die Forschungsinitiative führt die auf den Gebieten Wirkstoffforschung, präklinische und klinische Modellentwicklung und klinische Forschung etablierten Arbeitsgruppen an der Goethe-Universität Frankfurt am Main unter der Leitung von Prof. Gerd Geisslinger zusammen. 

2010

© Foto Peter Leßmann

Ende 2010 fällt der Startschuss für das Fraunhofer Chile Research - Center for Systems Biotechnol­ogy. Am 22. Oktober unterschreiben der chilenische Wissenschaftsminister, Juan Andrés Fontaine, und der Finanzvorstand der Fraunhofer Gesellschaft, Prof. Dr. Alfred Gossner, eine gemeinsame Erklärung im Bundeskanzleramt in Berlin.

 

 

 

 

Im Dezember 2010 wird an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in Verbindung mit dem Lehrstuhl für pflanzliche Biotechnologie von Professor Dr. Dirk Prüfer (3. von links) eine neue IME-Außenstelle für Funktionelle und angewandte Genomik eröffnet.

2009

An der Justus-Liebig Universität Gießen wird die Fraunhofer IME-Projektgruppe „Bio-Ressourcen“ mit zunächst neun Mitarbeitern eingerichtet. Leiter der Projektgruppe ist Prof. Dr. Andreas Vilcinskas (Bildmitte).

2008

Memorandum of Understanding

Der chilenische Wirtschaftsminister und Vertreter der Fraunhofer-Gesellschaft unterzeichnen eine Vereinbarung, welche die Grundlage für die Gründung eines Fraunhofer-Centers in Chile unter Federführung des IME bildet.

Gründung der Fraunhofer-Allianz Food Chain Management, in der mehrere Fraunhofer-Institute unter Federführung des IME zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit kooperieren.

2005

Der Bereich Molekularbiologie des IME erhält ein eigenes, nahe der RWTH Aachen University gelegenes neues Gebäude.

Das Kryolager der Umweltprobenbank in Schmallenberg wird durch einen Neubau erweitert.

2001

Die Molekularbiologie wird ein eigener Bereich des Instituts mit mehreren Abteilungen an den Standorten Schmallenberg und der RWTH Aachen University. Prof. Dr. Rainer Fischer, Leiter des Institutsbereichs Molekularbiologie, wird neuer Institutsleiter. Das Institut heißt nun Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME.

Das IME wird Gründungsmitglied des Verbunds Life Sciences der Fraunhofer-Gesellschaft, der eine enge Kooperation zwischen zunächst vier Fraunhofer-Instituten initiiert.

2000

Dr. Rainer Fischer erhält den C4-Lehrstuhl für Molekulare Biotechnologie an der RWTH Aachen University.


Die Umweltprobenbank des Bundes wird am IUCT Schmallenberg als langfristiges Archiv zur Dokumentation des Umweltzustands in Deutschland in Betrieb genommen (Foto).

1998

Zur Verstärkung der biotechnologischen Kompetenz in der Fraunhofer-Gesellschaft wird am Fraunhofer IUCT eine neue Abteilung für Molekulare Biotechnologie unter der Leitung von Dr. Rainer Fischer, Leiter der gleichnamigen Arbeitsgruppe an der RWTH Aachen University, gegründet.

1992

Gründung der „Einrichtung Biochemische Ökotoxikologie (EBÖ)“ als Außenstelle des IUCT in Bergholz-Rehbrücke bei Potsdam. Das EBÖ geht aus dem Zentralinstitut für Ernährung (ZfE) der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR hervor. Die Außenstelle wird nach der Pensionierung des dortigen Leiters, Prof. Manfred Kujawa, im Jahr 1999 geschlosssen.

1985

Nach Fertigstellung des Laborhauptgebäudes in Hannover wird der Institutsteil in Münster geschlossen und nach Hannover verlegt. Die ITA-Standorte Schmallenberg (Foto) und Hannover werden zwei unabhängige Fraunhofer- Institute. Die Umbenennung des Schmallenberger Standorts in Institut für Umweltchemie und Ökotoxikologie IUCT spiegelt die neue Ausrichtung des Instituts wider.

1983

Prof. Dr. Werner Klein (rechts) übernimmt, zunächst gemeinsam mit Dr. Hubert Oldiges, die Leitung des Schmallenberger Institutsteils. Sein  Hauptkompetenz-
bereich ist die Ökologische Chemie und Ökotoxikologie. Der Verbleib und die Wirkung von Chemikalien in der Umwelt und die Wirkung möglicher Schadstoffe auf Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere rücken in den Mittelpunkt der Forschung. Die Mitarbeiterzahl des Gesamtinstituts erhöht sich auf 176.

1981

Die erste Ausbaustufe im Hannoveraner Institutsteil ist abgeschlossen. Im Schmallenberger Institutsteil werden neue Arbeitsgruppen zum Aufbau der ökologischen Chemie eingerichtet, so dass alle für das Chemikaliengesetz erforderlichen experimentellen Untersuchungen durchgeführt werden können.

1979

Das Institut wird in Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Aerosolforschung ITA umbenannt. Ein Teil des Instituts (das heutige Fraunhofer ITEM) wird nach Hannover ausgegliedert. Institutsleiter dort wird Prof. Dr. Werner Stöber (Foto).

Leiter des Schmallenberger Institutsteils wird Dr. Hubert Oldiges. Unter seiner Leitung verlagern sich die Schmallenberger Forschungsschwerpunkte  weiter in die Bereiche Umweltforschung und Umweltschutz, während in Hannover die Toxikologie im Mittelpunkt steht. Die Mitarbeiterzahl am ITA ist auf 142 angestiegen.

1976

Im Zuge einer Kapazitätserweiterung wird in Münster ein
Gebäude für den Aufbau einer Inhalationsanlage gemietet.

1972

Das BMFT übernimmt die institutionelle Förderung des IAe. Die Arbeiten des Instituts öffnen sich mehr Aufgaben des allgemeinen Umweltschutzes, was durch die interdisziplinäre Institutsstruktur begünstigt wird.

1969

Das Institut ist auf etwa 70 Mitarbeiter angewachsen und wird von Dr. Hubert Oldiges, Dr. Heinrich Rüterjans und Prof. Dr. Werner Stöber geleitet. Im Vordergrund steht der Schutz des Menschen vor Luftschadstoffen. Bis 1971 wird es finanziell überwiegend vom BMVg getragen.

1959

Am 1. Dezember 1959 wird das Institut in Schmallenberg als Fraunhofer-Institut für Aerobiologie IAe in die Fraunhofer-Gesellschaft eingegliedert und der Bau des Hauptgebäudes begonnen. Erster Institutsleiter wird Dr. Karl Bisa. Hauptauftraggeber des IAe ist das Verteidigungsministerium für die Erforschung aerogener und radiologischer Umwelteinflüsse auf biologische Systeme.

1957

Dr. Karl Bisa, Chefarzt des Fachkrankenhauses Kloster Grafschaft, errichtet auf dem Aberg in Schmallenberg-Grafschaft ein Forschungslabor.