Umweltprobenbank
Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie
Seit dem Jahr 2000 ist das Fraunhofer IME an der Umweltprobenbank des Bundes beteiligt. Im Auftrag des Umweltbundesamtes arbeiten wir die Jahresproben zu Homogenaten auf (Cryomahlung), betreiben die Teilbank Umweltproben (Cryolagerung) und analysieren die Umweltproben auf Elemente und Elementspezies (Rüdel et al. 2010).
Im Rahmen des Programms führt das Fraunhofer IME auch retrospektive Monitoring-Untersuchungen durch, bei denen archivierte Proben auf den Gehalt an aktuell relevanten Stoffen untersucht werden. Auf diese Weise kann beispielsweise überprüft werden, ob Stoffverbote durch staatliche Stellen oder freiwillige Anwendungsbeschränkungen bestimmter Substanzen durch Hersteller zu einer Verringerung der Umweltkonzentrationen dieser Verbindungen führen. Ergebnisse dieser Untersuchungen werden in Berichten zusammengestellt und, falls vom Auftraggeber gewünscht, in Fachzeitschriften publiziert. Beispiele sind Untersuchungen zu Organozinnverbindungen in Nord- und Ostseemuscheln (Rüdel et al. 2009), perfluorierte Verbindungen in verschiedenen Organismen des marinen Nahrungsnetzes (Rüdel et al. 2011) oder Triclosan und Methyltriclosan in Süßwasserfischen (Böhmer et al. 2004).

Am Fraunhofer IME erarbeitete Standardarbeitsanweisungen
Ausgewählte Publikationen
W. Böhmer, H. Rüdel, A. Wenzel, Ch. Schröter-Kermani (2004): Retrospective Monitoring of Triclosan and Methyl-triclosan in Fish: Results from the German Environmental Specimen Bank. Organohalogen Comp. 66, 1489-1494
H. Rüdel, A. Fliedner, J. Kösters, C. Schröter-Kermani (2010): Twenty years of elemental analysis of marine biota within the German Environmental Specimen Bank - a thorough look at the data. Environ. Sci. Pollut. Res. 17, 1025-1034
H. Rüdel, J. Müller, H. Jürling, M. Bartel-Steinbach, J. Koschorreck (2011): Survey of patterns, levels, and trends of perfluorinated compounds in aquatic organisms and bird eggs from representative German ecosystems. Environ. Sci. Pollut. Res. 2011 DOI 10.1007/s11356-011-0501-9
H. Rüdel, J. Steinhanses, J. Müller, C. Schröter-Kermani (2009): Retrospektives Monitoring von Organozinnverbindungen in biologischen Proben aus Nord- und Ostsee - Sind die Anwendungsbeschränkungen erfolgreich? - BEITRAGSSERIE MEERESFORSCHUNG. Umweltwiss. Schadst. Forsch. 21, 282-291
Gremientätigkeit
Dr. Heinz Rüdel:
Mitgliedschaft in der Gemeinschaft Deutscher Kryobanken
Leitung des Arbeitskreises "Umweltmonitoring" der GDCh-Fachgruppe Umweltchemie und Ökotoxikologie




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